Samstag, 17. Dezember 2011

Regentropfen und Tränen

In meinem Leben treffe ich auf Leute, die meinen, sie seien meine Freunde.
Leute, die meinen, alles über mich zu wissen.
Leute, die meinen zu wissen, wie es in meiner Seele aussieht.
Doch in meine Seele lasse ich niemanden blicken.
Dieser Ort ist und bleibt fest verschlossen.
Nichts kann mich umstimmen.
Niemand wird es schaffen, diese Wand zu durchdringen.
Das Schloss ist groß und schwer. Es verbirgt so viele Geheimnisse.
Geheimnisse und Erlebnisse, die zu schmerzhaft waren.
Den passenden Schlüssel habe ich nicht.
Ich habe ihn verloren. Irgendwo dort draußen, in der großen, weiten Welt.
Niemand wird ihn finden.
Dieser Schlüssel bleibt verschollen.


Regentropfen prasseln auf mich ein.
Ich werde nass und mir ist kalt.
Ich kann niemanden sehen.
Meine Gedanken wissen nicht wohin.
Blätter fallen langsam von den Bäumen.
Auch ich lasse mich fallen. Der Boden fühlt sich so vertraut an.
Ich lasse meinen Tränen freien Lauf.

Der Regen hört auf.
Sonnenstrahlen scheinen auf mein Gesicht und dringen tief in meine Seele ein.
Sie geben mir Kraft.
Kraft, die ich brauche.
Kraft, die mich bis zum Einbruch der Dunkelheit leben lässt.
Nur solange, bis ich in den Tiefen des Waldes verschwunden bin.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen